Welcome United Parade on 28th and 29th Sept.

Call
September 29, 2018 is already the best day of the year. It will be our day. We are many, we are different and we fight every day on our doorstep. In September we all come together. We come to Hamburg, with cars, trains and buses. From villages and towns, from camps and lagers, from welcome initiatives and NGOs, from construction sites, schools and universities. With loudspeakers, performances, lyrics, music and carnival we chase away the cold, the racism, the heartlessness from the streets of the city. Together we draw a picture on the street: the image of our friendship, the image of a solidary, diverse and fearless life. When we move, the world moves!

Information about the bus arrival from Jena
The Refugee Law Clinic Jena e.V. organizes a coach from Jena.

All seats in the bus are already taken. Unfortunately, no more registrations can be accepted. For further questions, please contact us via email at  wcu_jena@riseup.org.

5.9. Pressemitteilung: Gemeinsam gegen Rassismus, für einen langen Sommer der Solidarität

Erfurt und Jena, den 05.09.2018

Vom rassistischen Mob auf den Chemnitzer Straßen über die Forderung nach
Zurückweisungen an den Grenzen, von der Kriminalisierung der
Seenotrettung bis zur Isolation in „Ankerzentren“: Es reicht uns schon
lange!

Im September 2015 geriet die Festung Europa ins Wanken. Menschen
unterschiedlicher Herkunft nahmen ihr Schicksal selbst in die Hand, um
Schutz und Zuflucht in Europa zu suchen. Zugleich solidarisierten und
engagierten sich Millionen von Menschen täglich mit Migrant*innen und
Geflüchteten. Doch wir sind leise geworden, wo wir hätten laut sein
müssen. Drei Jahre nach dem langen Sommer der Migration wütet ein
rassistischer Mob völlig ungeniert auf den Straßen und im Bundestag.
Heute mehr denn je braucht es die Solidarität der Vielen in einem nicht
enden wollenden Winter der Grenzschließungen und der rassistischen
Hetze.

Das Problem heißt Rassismus!

Es wird gesagt, Migrant*innen und Geflüchtete seien das Problem. Doch
der rassistische, migrations- und menschenfeindliche Diskurs formuliert
keine Probleme. Er ist das Problem.

Dass viele sich heute in ihren rassistischen und migrationsfeindlichen
Ressentiments bestärkt fühlen, liegt ursächlich in der Art und Weise
aktuell geführter politischer Debatten. Wir erleben, wie Hass und
Rassismus das Ankommen erschweren und neue Nachbarschaften zerstören.
Der gesellschaftliche und migrationspolitische Rückschlag gefährdet
dabei nicht allein die Rechte und das Leben von Migrant*innen, sondern
fundamentale Grund- und Menschenrechte, die unser aller Zusammenleben
bestimmen.
Die Frage der Migration geht Hand in Hand mit der Frage, wie wir leben
wollen. In einer vielfältigen, solidarischen und die Menschenrechte
wahrenden Demokratie oder in einem isolationistischen Polizeistaat, der
den permanenten Ausnahmezustand zur legitimen Praxis eines widrigen
Migrationsmanagements und migrationspolitischer Kontrollen macht.

Unsere Antwort ist klar: Wir wenden uns entschieden gegen den tobenden
Rassismus auf unseren Straßen und gegen eine migrations- und
menschenfeindliche Politik. Für ein Ende der Angst. Gegen Isolation und
Abschottung. Für das Recht zu kommen und zu bleiben. Wir fordern eine
Zukunft für alle in einer vielfältigen und solidarischen Gesellschaft.

Für den 29. September rufen wir daher in Thüringen gemeinsam mit über
300 Gruppen und Organisationen zu einer bundesweiten Parade für
Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte in Hamburg unter dem Motto „United
Against Racism“ auf, denn dieser Tag wird unser Tag! Mit Bussen aus Jena
und Erfurt machen wir uns auf den Weg für einen langen Sommer der
Solidarität.

O-TÖNE DER AUFRUFENDEN AKTEUR*INNEN AUS THÜRINGEN

Ilse Braunschweig vom Begegnungszentrum WeltRaum Jena

“Ein respektvoller und umsichtiger Umgang sind die Grundlagen für ein
Ankommen in einer neuen Nachbarschaft. Es tut gut, zu wissen, dass wir
viele sind! Viele, die sich im eigenen täglichen Umfeld und darüber
hinaus für das Miteinander von uns Menschen einsetzen.”

Nathanael Falk vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

„Wir haben genug von immer neuen Asylrechtsverschärfungen in
Deutschland, von Abschiebungen, der Abschottung der EU, der
Kriminalisierung der zivilen Seenotretter*innen, vom tobenden Rassismus
und dem immer weiter fortschreitenden Rechtsruck in dieser Gesellschaft.
Wir fahren nach Hamburg um all dem etwas entgegenzusetzen, aber auch für
etwas einzustehen: Für das Recht zu kommen und zu bleiben, für legale
und sichere Fluchtwege, für gleiche Rechte für alle, für Teilhabe und
Solidarität!“

Philipp Millius vom Refugee Law Clinic Jena e.V.

„Als Refugee Law Clinic Jena e.V. streiten wir für einen
uneingeschränkten Zugang zum Recht, statt rechter Hetze. Doch bereits
durch die Zurückweisung an den europäischen Grenzen bleibt den
allermeisten der Zugang zum Recht verwehrt. Zugleich erleben wir in
unserer Beratungspraxis die Folgen einer massiven Umstrukturierung des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Die Zahl der fehlerhaften
Ablehnungen von Asylanträgen, bei denen Asylsuchende später Recht
bekamen, lag 2017 bei 32.000. Darin liegt der eigentliche BAMF-Skandal!“

Dr. Beatrice Osdrowski vom Frauenzentrum TOWANDA Jena e. V.

„Frauen*rechte sind Menschenrechte! Wir fordern die Berücksichtigung der
besonderen Bedürfnisse weiblicher Refugees* in allen Lebens- und
gesellschaftlichen Situationen. Es geht um die Sicherheit und den Schutz
der Frauen* sowie um die Aufklärung über Frauen*rechte in unserem
demokratischen Staat. Und wir fordern die rechtsstaatliche Verfolgung
jeglicher Form von Rassismus und Sexismus: #metwo und #metoo! Beides
darf in unserer Gesellschaft nicht geduldet werden!“

Nico Przeliorz von KoKont Jena – Koordinierungsstelle und Kontaktbüro

„Wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft gejagt und angegriffen werden,
wenn die Abgrenzungen zur extremen Rechten in Wort und Tat immer mehr
verschwimmen und ein weiter Teil der Gesellschaft darüber hinwegschaut,
dann ist es Zeit, gemeinsam laut zu sein und klare Zeichen zu setzen! Es
gilt, dem zunehmend offener artikulierten Rassismus in unserer
Gesellschaft eine entschiedene Haltung der Mitmenschlichkeit und ein
Bekenntnis für Solidarität, Freiheit und Demokratie entgegenzusetzen!“

Team von MOBIT – Mobile Beratung in Thüringen

“In den vergangenen Jahren haben wir eine deutliche Ausbreitung
rassistischer und nationalistischer Ideologien in Deutschland erlebt.
Dieser Entwicklung müssen wir deutlich widersprechen und uns für eine
solidarische Gesellschaft einsetzen. Damit zeigen wir, für welche
Gesellschaft wir stehen und kämpfen.”

Jan Kummerfeldt vom MediNetz Jena e.V.

„Ich bin noch immer optimistisch, dass wir eine bessere Welt schaffen
können und dass es Alternativen gibt zu Ausgrenzung, Hass und Egoismus.
Deshalb hoffe ich, dass so viele Menschen wie möglich, im Alltag und
auch bei politischen Aktionen den Mut und die Kraft finden, für eine
bessere Welt einzustehen. Und es würde mich freuen, viele dieser
Menschen auch am 29.09. in Hamburg zu sehen.“

Leila Al-Kuwaiti vom Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Jena

“Wir stehen ein für alle, die auf der Suche nach Hilfe nach Europa
kommen, und wir stellen uns solidarisch mit allen, die dafür eintreten,
diese Menschen zu unterstützen und zu schützen. Das heißt insbesondere,
dass wir solidarisch mit den Betroffenen stehen, die am 29.09. die
Anerkennung ihres Aufenthalts, die Teilhabe an dieser Gesellschaft und
ihren Anspruch auf Menschenrechte einfordern. Asyl ist kein humanitäres
Zugeständnis. Wir fordern von der EU-Kommission, der Bundeskanzlerin
Angela Merkel, dem Innenminister Horst Seehofer, dass sie das Asylrecht
wieder als das behandeln, was es ist: ein universelles Menschenrecht.”

Inka Rehbehn vom Sprachcafé Erfurt

„Im Sprachcafé Erfurt treffen sich Menschen aus der ganzen Welt. Die
Begegnungen, die hier jedes Mal entstehen und die Freundschaften, die
sich daraus entwickelt haben, haben mich unglaublich geprägt und
bereichert. Es macht mich wütend und sprachlos, hören zu müssen, mit
welch ablehnenden Haltungen und rassistischem Verhalten Menschen mit
vermeintlich nicht deutscher Herkunft tagtäglich in Thüringen begegnet
wird. Deshalb wollen wir am 29. September gemeinsam auf die Straße
gehen, um zu zeigen, dass wir für eine offene und tolerante Gesellschaft
einstehen.“

KONTAKT

Telefonkontakt: +491625637955 Philipp Millius
E-Mail: wcu_jena@riseup.org

WEITERE INFORMATIONEN

www.antiracist-parade.org  [1]
https://www.facebook.com/welcomeunited [2]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/anmeldung-welcome-united [3]
http://rlc-jena.de/anmeldung-zur-fahrt-zur-well-come-united-parade-in-hamburg-am-28-9/
[4]

We‘ll Come United ist ein Netzwerk aus Gruppen und Personen, die sich
sozial, antirassistisch, kulturell und politisch engagieren, aus
Refugees und Supporter*innen, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen,
Nachbar*innen, Menschen aller Altersgruppen und aus verschiedensten
Bereichen der Gesellschaft. Im September 2017 fand in Berlin die erste
Parade statt. Im September 2018 kommt We’ll Come United nach Hamburg.

To unsubscribe: <mailto:welcomeunited-th-unsubscribe@lists.riseup.net>
List help: <https://riseup.net/lists>
_______________________________________________

18.8. Aufruf zur Welcome United Parade in Hamburg am 28.9. und 29.9. und gemeinsame Anreise

English text available here.

Aufruf
Der 29. September 2018 ist schon jetzt der schönste Tag des Jahres. Er wird unser Tag. Wir sind viele, wir sind verschieden und wir kämpfen jeden Tag vor unserer Haustür. Im September kommen wir alle zusammen. Wir kommen nach Hamburg, mit Autos, Zügen und Bussen. Aus Dörfern und Städten, aus Lagern und Camps, von Willkommensinitiativen und Hilfsorganisationen, von Baustellen, Schulen und Unis. Mit Lautsprecherwägen, Performances, Texten, Musik und Karneval verjagen wir die Kälte, den Rassismus, die Herzlosigkeit aus den Straßen der Stadt. Gemeinsam zeichnen wir ein Bild auf der Straße: das Bild unserer Freundschaft, das Bild eines solidarischen, vielfältigen und angstfreien Lebens. Wenn wir uns bewegen, bewegt sich die Welt!

Informationen zur Busanreise aus Jena
Der Refugee Law Clinic Jena e.V. organisiert gemeinsam mit dem Projekt Ankommenspatenschaften der Bürgerstiftung Jena einen Reisebus aus Jena. Wir fahren bereits am Freitag, den 28. September, also einen Tag vor der Parade, am frühen Nachmittag in Jena los. In Hamburg wird es am Abend Veranstaltungen zu Welcome United geben. Die Organisator*innen in Hamburg organisieren Schlafplätze vor Ort. Für Frauen* und Familien werden auf Wunsch eigene Schlafplätze zur Verfügung gestellt, dies bitte bei der Anmeldung angeben. Wir stehen in Kontakt mit den Organisator*innen und werden für alle Teilnehmer*innen einen Schlafplatz organisieren. Nähere Infos dazu werden wir eine Woche vor der Busreise bekannt machen.

Am Samstag, den 29. September, findet die Parade statt, an der wir uns beteiligen werden. Im Anschluss fährt der Reisebus wieder zurück nach Jena. Wir werden dort am späten Abend des 29. September wieder ankommen. Bitte gebt bei der Anmeldung an, wenn ihr im Anschluss noch einen Schlafplatz in Jena braucht. Wir werden versuchen, auch dies zu organisieren.

Der Flüchtlingsrat Thüringen e.V. organisiert auch eine Anfahrt aus Erfurt: 

Anmeldung und Kosten
Die Anmeldung ist mit dem untenstehenden Kontaktformular, per E-Mail an WCU_Jena@riseup.net oder persönlich im Begegnungszentrum WeltRaum (Unterm Markt 13) Montag bis Freitag 15-19 Uhr möglich. Die Mitfahrt im Bus ist kostenfrei. Wir bitten alle, die können, je nach finanziellen Möglichkeiten noch etwas zu spenden. Zur Orientierung: Pro Sitzplatz entstehen uns Kosten in Höhe von 30  Euro (Hin- und Rückfahrt).

Wir wollen die Busplätze hauptsächlich an Geflüchtete vergeben, weshalb wir uns zur Finanzierung von Busplätzen auch sehr über Spenden von Menschen freuen würden, die selbst nicht mitkommen. So können Busplätze für andere Menschen ermöglicht werden. Bitte denkt daran, Spenden mit dem Verwendungszweck „Welcome United“ zu versehen! Wir sind vom Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und können daher auf Nachfrage auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

Spendenkonto

Refugee Law Clinic Jena e.V.
IBAN: DE48830530300018046207
BIC: HELADEF1JEN (Spk Jena)

Datenschutzerklärung

20.6. Pressemitteilung zum Weltflüchtlingstag

Zugang zum Recht statt rechter Hetze

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2018 fordert der Refugee Law Clinic Jena e.V. eine flächendeckende Asylverfahrensberatung und einen effektiven Zugang zu Rechten für Migrant*innen.

Von der Aussetzung und Kontingentierung des Familiennachzuges über die Forderung nach Zurückweisungen an den Grenzen, vom „BAMF-Skandal“ über die „Anti-Abschiebe-Industrie“ bis zur Isolation in „AnKER-Einrichtungen“: Der gegenwärtige migrationsfeindliche Diskurs ist nicht zu ertragen. Seit dem langen Sommer der Migration 2015 und dem nicht enden wollenden Winter der Continue reading 20.6. Pressemitteilung zum Weltflüchtlingstag

18.5. United Against Racism – Parade

Liebe Freunde und Unterstützer*innen,

gemeinsam mit 200 anderen Initiativen und Gruppen folgt die Refugee Law
Clinic Jena gemeinsam mit dem WeltRaum Jena, dem Aktionsnetzwerk gegen
Rechtsextremismus Jena und dem Flüchtlingsrat Thüringen dem Ruf von
Welcome United für die United Against Racism – Parade am 29.09. in
Hamburg. We’ll Come United!

unter: https://www.welcome-united.org/de/aufruf/ findet ihr den
mitgezeichneten Aufruf übersetzt in 10 Sprachen.

beste Grüße
Philipp

Terminänderungen

Hallo,

zwei Termine haben die Plätze getauscht: Am 22.5. ist die Wiederholungssitzung zu den bisherigen Inhalten aus dem Asylrecht, am 12.6. ist dafür die Anhörungsvorbereitung dran.

Zusätzlich findet am 30.5. um 18 Uhr der nächste Open Space Asylrecht statt, d.h. diesmal ausnahmsweise an einem Mittwoch. In diesem Rahmen können Berater*innen aktuelle Fragen klären. Interessierte aus dem Ausbildungsprogramm sind natürlich auch willkommen.

An den Uhrzeiten hat sich nichts geändert. Räume stehen leider noch nicht fest.

Hier geht’s zum Kalender.

Pressemitteilung: Obdachlose geflüchtete Familien in Jena

Dîlan* ist Jesidin aus dem Irak und das 9te von 10 Kindern einer Familie, die seit knapp einem Jahr in einer sogenannten Notunterkunft für obdachlose Familien leben muss.

Lange nachdem die zeitweise ausgesetzten Mindeststandards zur Unterbringung und Sozialbetreuung in Gemeinschaftsunterkünften in Jena und Thüringen wieder gelten sollen, müssen einige Geflüchtete in Jena noch immer auf engstem Raum unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Laut Aussage der Stadt Jena leben seit Ende 2017 keine Geflüchteten mehr in Containern. Eine Ausnahme bilden dabei die Menschen, die mit 38 Personen – darunter 27 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren – nach wie vor in einer Containerunterkunft leben müssen. Dabei handelt es sich nicht um neu installierte und sauber instand gehaltene Unterkünfte, sondern um Container, die bereits lange Jahre zuvor als Unterkunft für Obdachlose genutzt und mit der Zeit heruntergewirtschaftet wurden.

Unter den 27 Kindern und Jugendlichen ist auch Dîlan, die als Jesidin mit ihrer Familie vor dem sogenannten Islamischen Staat aus dem Irak nach Europa fliehen musste. Vor knapp einem Jahr waren sie nach ihrer Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft gezwungen, aus der Gemeinschaftsunterkunft auszuziehen. Damit fielen sie zugleich aus der Sozialbetreuung des Fachdienst Soziales der Stadt und der Unterbringung in den Unterkünften für Menschen im laufenden Asylverfahren. Die Familie wurde dadurch obdachlos und musste in einer wieder eingerichteten Notunterkunft unterkommen, in der nicht einmal mehr die Mindeststandards für Flüchtlingsunterkünfte gelten.

Barbara Albrethsen-Keck ist Ankommenspatin und damit eine von vielen Menschen, die Geflüchtete in Jena bis heute unterstützen. Seit der Zeit in der Gemeinschaftsunterkunft begleitet sie Dîlan und ihre Familie auch bei der Wohnungssuche. Doch die Suche nach Wohnraum für die jesidische Familie in Jena blieb seit über einem Jahr erfolglos, während sich die Zustände in der Notunterkunft verschlechtern. Sie berichten Barbara von Erkrankungen aufgrund der hygienischen Zustände. Davon, dass das Wasser an den Seiten der Wände hereindringt, wenn es regnet oder schneit, den Flecken und dem Schimmel an den Wänden. Beengter Wohnraum, geteilte Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftstoiletten beschreiben den Alltag der Familie, der keinerlei Privat- und Intimsphäre zulässt. Im August wird Dîlan eingeschult. An einen eigenen Schreibtisch ist nicht zu denken. Ihre Geschwister erledigen die Hausaufgaben auf dem Bett, während ihre erkrankte Mutter im Nebenbett liegt. Unterstützerinnen wie Barbara helfen regelmäßig bei den Hausaufgaben und beim Lernen der neuen Sprache. Doch nach über einem Jahr finden sie für die Familie noch immer keinen Weg aus der Obdachlosigkeit.

Unterstützerinnen und Unterstützer sind empört über die katastrophalen Lebensbedingungen in denen die Familien und 27 Kinder und Jugendliche leben müssen. Dass in Jena noch immer Menschen in Containern unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen ist ein haltloser Zustand. Der Refugee Law Clinic Jena e.V. fordert daher das Ende der Unterbringung von Menschen in Containerunterkünften.

Am  Donnerstag, den 19.04., sollen um 19 Uhr in der Welcome-Rathausrunde im Rathaus der Stadt (Markt 1) diese und weitere Herausforderungen in Jena nach dem langen Sommer der Migration 2015 diskutiert werden.

*Name geändert

Ansprechpartner: Philipp Millius
Organisation: Refugee Law Clinic Jena e.V.
Adresse: Carl-Zeiss-Straße 3
c/o Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07743 Jena
Emailadresse: rlc_jena@riseup.net

Bildrechte: Philipp Millius

 

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Erfreulicher Auftakt des neuen Ausbildungsprogramms

Liebe Interessierte,

wir freuen uns sehr darüber, dass es so ein reges Interesse an unserer Einführungsveranstaltung gab und begrüßen ca. 30 angehende Berater*innen in unserem Ausbildungsprogramm! Wer nicht da war und/oder aus irgendwelchen Gründen keinen Buddy zugeteilt bekommen hat, kann sich hier per Kommentar oder per Email melden. Wir haben auch erfreut zur Kenntnis genommen, dass viel Interesse aus nicht-juristischen und nicht-studentischen Bereichen vorhanden war und werden darauf auch Rücksicht nehmen. Uns steht ein interessanter Ausbildungssommer bevor!

LG von Moritz, im Auftrag des Orga-Teams